Yellow Race überzeugt bei der Sachsen-Rallye
16-05-2011 23:28
Motorsportwochenende in Zwickau & Braach
Heißer Kampf an der Spitze
Vom ersten Meter der insgesamt 147 Wertungskilometer, verteilt auf 14 Prüfungen, entbrannte von Anfang an ein Duell an der Spitze zwischen den Porsche Piloten Zeltner, Dobberkau und Stölzel und der modernen S2000 Truppe um Herbold, Kahle und Mark Wallenwein.
Wallenwein im Skoda Fabia S2000 setzte die erste Bestmarke in Hirschfeld, alle anderen folgten knapp und lieferten sich bis zum Etappenziel einen offenen Schlagabtausch, bei der Felix Herbold im Ford Fiesta S2000 mit hauchdünnen Vorsprung vor Matthias Kahle und dem Porsche von Ruben Zeltner übernachtete. Der Morgen des zweiten Tages bringt die ersten Vorentscheidungen, Zeltner verabschiedet sich mit Getriebeproblemen und Mark Wallenwein verliert viel Zeit mit einem Reifenschaden, den er auf der Prüfung wechseln muss. Vorjahressieger Olaf Dobberkau, der am Ende Dritter wird und Maik Stölzel (5. Platz) können die Zeiten der Spitze nicht mitgehen. Vierter wird der Oelsnitzer Peter Corazza, der beim abschließenden Sprint in Vielau mit viel Risiko versucht noch auf´s Treppchen zu fahren; die Bestzeit holt er, den dritten Platz allerdings nicht.
Damit steht das Duell Herbold gegen Kahle, Ford gegen Skoda. Herbold macht über den Tag hinweg einiges an Zeit gut. Im Ziel der elften WP steht der Ford Fiesta S2000 mit brennendem Heck. Öl war auf den Auspuff getropft und hat sich rasch entzündet. Nach dem schnellen und erfolgreichen Löschversuch, bei den Kahle und Wallenwein kräftig mithelfen, setzt Herbold / Kölbach die Fahrt unbeirrt fort. Am Ende gewinnt er trotz abgebrannter Heckschürze mit 51,9 Sekunden vor Matthias Kahle / Peter Göbel.
Yellow Race knapp hinter deutscher Elite
Hinter der deutschen Rallyeelite kommen die beiden „Yellow-Race" Teams Maik Förster / Simon-Peter Fröhlich im Mitsubishi Lancer EVO6 und Ron Schuhmann / Tino Krajewski im BMW 320is auf die Plätze 8 und 9. Damit beendeten Förster / Fröhlich nach langer Pechsträhne ihre Ausfallserie und wiederholen den achten Gesamtplatz vom Vorjahr bei der diesjährigen Sachsen Rallye. „Für uns ist die Rallye richtig gut gelaufen, es war wichtig mal wieder im Ziel anzukommen", so Co-Pilot Simon-Peter Fröhlich. Weder nach vorn oder nach hinten war eine bessere Platzierung möglich bzw. eine schlechtere in Gefahr. Somit tat auch ein Dreher in eine Auslaufzone auf der letzten Wertungsprüfung der beeindruckenden Fahrt vom Jahnsdorf/Mitteldorfer Duo nicht weh. „ Irgendwie haben wir uns im luftleeren Raum der Zeiten bewegt, dennoch haben wir den Fans eine tolle Show geboten", so Fröhlich.
Wie schon bei den vergangenen Veranstaltungen überzeugte Ron Schuhmann mit Co-Pilot Tino Krajewski im betagten BMW 320is. Nach den anspruchsvollen und schnellen Wertungen holt der Limbacher einen überragenden neunten Gesamtplatz. Dabei ließ er einige etablierte Rallyeteams souverän hinter sich und drückte mit seinem „alten Stuhl" der Veranstaltung den Stempel auf. Die teilweise zu quere Fahrweise kostet den 24-jährigen nur wenige Sekunden und erfreut die Fans umso mehr. Mit dieser Vorstellung bewies er einmal mehr zweifelsfrei sein großes Talent, auch für höhere Aufgaben.
Auch Tina Wiegand / Claudia Brühl starteten zum DRS-Auftakt rund um Zwickau. Von Beginn an fand das Damenteam einen guten Rhythmus und beendete den ersten Tag auf Rang 43. Der zweite Tag startete problemlos: „Wir hatten viel Spaß und erreichten ohne Vorkommnisse den ersten Service des zweiten Tages in der Zwickauer Innenstadt", so Brühl. Beim zweiten Anlauf in Stangengrün fiel die Gegensprechanlage aus, dies tat der guten Stimmung keinen Abbruch, ganz im Gegenteil die Zeit konnte sogar noch einmal zum ersten Lauf verbessert werden. Nachdem die Gegensprechanlage repariert wurde stand einem tollen 33.Gesamtrang nichts mehr im Wege. Jetzt laufen die Vorbereitungen für die VCB-Rallye am kommenden Wochenende.
Bei Thomas Schramm / Marcel Reinwardt lief nicht alles rund, dennoch sind sie mit ihrer Leistung zufrieden. Der erste Tag begann weniger erfreulich, zunächst hat man falsche Räder aufgezogen, die mit der Felge am Bremssattel schliffen, dann stempelte Co-Pilot an der ZK in Neuschönburg zwei Minuten zu früh. „Mein Fehler", so Beifahrer Reinwardt. Der Samstag brachte etwas Besserung, allerdings überhitzte nach der Stangengrün - WP der Motor. Die Heizung im Cockpit musste hochgedreht werden, außerdem wurde nach jeder Prüfung Kühlwasser aufgefüllt, kein Vorteil bei den warmen Temperaturen. Kupplungsprobleme und ein heftiger Ausritt rundeten das Wochenende ab. „Wir waren froh im Ziel angekommen zu sein, trotz allem - Geile Rallye", so Marcel Reinwardt.
Für Andreas Suchan / Johannes Grimm sollte das Sachsen Rallye Debüt sicher anders laufen. Schon frühzeitig auf Wertungsprüfung 2 quittiert das Getriebe seinen Dienst, nicht alle Gänge gingen mehr einzulegen, das Aus am ersten Tag war damit besiegelt. Nach schneller Reparatur des defekten Schaltseils meldeten das „Zucht-Racing" Team SuperRally an um am nächsten Tag wieder zu starten. Doch auch der Morgen des zweiten Tages bringt kein Glück. Auf der Prüfung Fraureuth versagt die Servolenkung. Da der Schaden nicht sofort reparabel scheint, muss man noch vor WP8 aufgeben.
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Rößner holt Klassensieg in Braach
Während einige CAMC Teams bei der AvD Sachsen Rallye ihre Erfolge feierten, kann auch Jan Rößner aus Zschopau mit seinem Suzuki Swift GTI den Klassensieg bei der Rallye „Rund um den Allheimer" einfahren. Zusammen mit Sara Piehler vom MSC Bad Emstal zwingt Rößner die starke Konkurrenz in die Knie und gewinnt mit 10,3 Sekunden Vorsprung die Klasse H12 und belegt den 27.Gesamtplatz. (dm)
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